The epicenter of change

WWDC

Apple lädt mal wieder zur alljährlichen WWDC Entwicklerkonferenz nach San Francisco. Da die Nachfrage nach Tickets die Kapazität der Konferenz übersteigt, werden die Tickets verlost. Bewerben kann sich jeder der einen Apple Entwicklerzugang besitzt, und bereit ist 1.600 $ für ein Ticket zu bezahlen. Von 8. bis 12. Juni können rund 5000 Teilnehmer Neuigkeiten zu iOS und OS X erfahren. Unter anderem steht iOS 9 in den Startlöchern, ein geplanter Musik-Streamingdienst oder auch die überfällige Aktualisierung des Apple TV. Teile der Konferenz, zum Beispiel die Eröffnungsrede, werden in der Regel auch live übertragen. Selfi-Sticks sind auf der Konferenz im übrigen nicht gern gesehen.

Apple Watch

Seit Mitte April kann die Apple Watch offiziell vorbestellt werden. Ersten Berichten zufolge, und wenn man sich die Lieferzeiten (aktuell 4-6 Wochen) der Modelle im Apple Store ansieht, scheinen dies auch einige Personen zu tun. Apple selbst hält sich mit Zahlen wie immer sehr bedeckt. Das Marktforschungsunternehmen Slice versucht sich aber an eigenen Zahlenspielen und schätzt, dass alleine in den USA ca. 950.000 Interessenten mindestens eine Uhr vorbestellt hätten. Zum vergleich, Samsung hat 2014 insgesamt 720.000 Smartwatches mit Android Wear ausgeliefert. Wer nicht warten möchte, oder sich die 400 EUR für das kleinste Modell sparen will, der kann sich eine Apple II Uhr auch selber bauen, wie eine Anleitung zeigt.

iOS 8.3, Yosemite 10.3.3 und iOS 8.4

Anfang April wurden von Apple die Updates iOS 8.3 und Mac OS 10.3.3 freigegeben. Im wesentlichen bringen diese Sicherheitspatche und mehr Stabilität, zum Beispiel scheinen mit dem 10.3.3 Update für Yosemite die W-Lan Probleme ein für allemal bereinigt zu sein. Darüber hinaus schließt das Update eine Lücke im iCloud Schlüsselbund unter OS X.

Auch iOS 8.3 schließt eine viel zahl von Sicherheitslücken, das hat auch zur Folge, dass diverse Tools wie iExplorer oder iBackupbot mit iOS 8.3 blockiert werden. Diese erlauben den Zugriff auf die Verzeichnisse des angeschlossenen iOS Gerätes über USB. Apple hat anscheinend an den Sicherheitseinstellungen der App-Sandbox gedreht. Mit Touch-ID und dem GPS Signal scheint es aber unter iOS 8.3 teilweise noch Probleme zu geben. Doch iOS 8.4 Beta steht ja schon in den Startlöchern, und somit ist es nicht mehr weit zum nächsten Patch.

Für Unternehmen besonders interessant ist, dass iOS 8.3 auch diverse Probleme mit der Exchange Anbindung, Kalenderereignissen oder auch Exchange-Terminen mit zulangen Notizen behebt. Ebenfalls wurde der Apple Configurator aktualisiert (Version 1.7.2), und einige neue MDM Konfigurationseinstellungen gleich mit geliefert. So sind die Attribute allowDefinitionLookup, allowPredictiveKeyboard, allowAutoCorrection oder allowSpellCheck hinzugekommen.

iOS Anti Virus, unsichtbare Apps und schlecht Arbeitsbedingungen bei Apple

Apple verbannt Anti-Viren Apps aus dem AppStore, mit der Begründung, dass sie Nutzer zu der Annahme verleiten könnten, dass es Viren für iOS gäbe. Im konkreten Fall war die App VirusBarrier des Herstellers Intego entfernt worden. Laut Darstellung des Entwicklers störte sich Apple an der Produktbeschreibung, die irreführend sei. Angeblich erging es anderen Apps aus der Kategorie Viren- und Maleware-Scanner ähnlich.

Auf eine alte Schwachstelle macht der bekannte iOS Sicherheitsexperte Jonathan Zdziarski aufmerksam. So ist es möglich eine für den Benutzer unsichtbare App zu installieren und diese als Spyware zu benutzen, auch ohne das ein Jailbreak notwendig ist. Details zu der Schwachstelle will der Sicherheitsforscher erst veröffentlichen wenn Apple das Problem beseitigt hat. Eine ausführliche Beschreibung hat er in seinem Blog veröffentlicht.

Ein früherer Apple Mitarbeiter beklagt sich nach seiner Kündigung über die schlechten Arbeitsbedingungen bei Apple. Zu lange Arbeitstage, Rassismus, kein Respekt vor der Freizeit oder schlechtes Management sind nur einige der genannten Punkte die seiner Meinung nach nicht ganz zum Image von Apple passen. Kritik an seinem Artikel kontert er auf seiner Facebook-Seite, und widerspricht den Vorwürfen er hätte nur aus Rachsucht und Verbitterung den Blog-Post verfasst. Fakt ist wohl, dass bei einem Konzern wie Apple nicht alles Heile-Welt sein kann, Probleme wie übermäßige Bürokratie, unnötige Meetings oder schlechtes Management sind auch in anderen Konzernen an der Tagesordnung.

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